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Klimafrühstück

Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun?

Weißt du eigentlich wie viele verschiedene Apfelsorten es gibt?

Wusstest du, dass Erdbeeren im Februar vor allem aus Wasser bestehen und sie um die halbe Welt fahren um auf deinen Teller zu kommen?

Wusstest du, dass die meisten Aufbackbrötchen in China hergestellt werden?

Dass eine vollwertige Ernährung eine grundlegende Voraussetzung für die optimale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ist, zweifelt heutzutage niemand mehr an. Dass die Auswahl unserer Lebensmittel auch Auswirkungen auf unser Klima hat, ist eher unbekannt.

Unsere Ernährung verursacht in Deutschland etwa 20-25 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen. Diese entstehen in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Transport, Handel, Haushalt und Abfallentsorgung. Viele Lebensmittel haben eine lange Reise hinter sich, bevor sie auf unseren Teller kommen. So belasten beispielsweise Erdbeeren aus Ägypten die Umwelt wegen der langen Transportwege in der Regel deutlich stärker als regionale Produkte.

Viele Kinder essen heute Tomaten nicht mehr gerne. Wir haben uns gefragt, woran das liegt - am schlechten Geschmack, bzw. schmeckt eine durchschnittliche Supermarkt-Tomate einfach nach gar nichts mehr. Das liegt dran, dass sie häufig in einem warmen Treibhaus schnell hochgezogen werden und frühzeitig noch grün gepflückt werden, um auf die Reise nach Deutschland zu gehen. Nährstoffe aus dem Boden und die nötige Sonne zum Wachsen und Reifen bekommt sie auf diesem Weg eher nicht mehr.

Kinder Äpfel Augen

Auch wir von Kita L.i.n.O! können nicht alle unsere Lebensmittel im eigenen Garten anbauen, aber wir möchten unseren Kindern dennoch den Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und dem Klima aufzeigen. Das Klimafrühstück wird in Zusammenarbeit mit Kate e.V. durchgeführt.

Über einfaches Erklären, gemeinsame Diskussionen und Gespräche bis hin zum aktiven Spielen, Malen, Singen und eigenem Erkunden, lernen die Kinder nicht nur woher die Lebensmittel aus ihrer Brotdose kommen, sondern lernen auch verschiedene Großregionen der verschiedene Großregionen der Erde und das dort vorherrschende Klima kennen und verstehen, dass das Klima überall auf der Welt anders ist. Zudem bringen sie in Erfahrung, dass sich das Klima verändert und entwickeln erste eigene Idee zu Ursachen und Wirkungsweisen.

Übrigens hat uns auch die Frage beschäftigt, aus welchem Grund das Bio-Gemüse immer noch einmal in Folie eingepackt ist? Die Antwort: Bio-Lebensmittel müssen von „normalen“ Lebensmittel getrennt werden und dazu kenntlich gemacht werden. Da weniger Bio-Obst und Bio-Gemüse als „normale“ Lebensmittel verkauft werden, hat man beschlossen, dass das Bio-Obst und Bio-Gemüse eingeschweißt wird.

Was unterscheidet Bio-Lebensmittel von „normalen“ Lebensmitteln? Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur ein Drittel an fossiler Energie, denn sie verzichten auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Auf diese Weise schonen Bio-Produkte nicht nur das Klima, sondern sie enthalten auch gegenüber konventionellen Lebensmitteln deutlich weniger unerwünschte Inhaltsstoffe wie Pestizidrückstände und Nitrat.

Für alle die mehr wissen wollen, wann welche Obst- und Gemüsesorten bei uns reifen, empfehlen wir den Saisonkalender: http://www.schuleplusessen.de/wissenswertes/rund-um-die-ernaehrung/saisonkalender.html